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<title>Karl Valentin Müller</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Karl Valentin Müller</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Karl Valentin Müller</b> (* <a href="26._M%C3%A4rz" title="26. März">26. März</a> <a href="1896" title="1896">1896</a> in <a href="D%C4%9B%C4%8D%C3%ADn" title="Děčín">Bodenbach</a>, <a href="%C3%96sterreich-Ungarn" title="Österreich-Ungarn">Österreich-Ungarn</a>; † <a href="3._August" title="3. August">3. August</a> <a href="1963" title="1963">1963</a> in <a href="N%C3%BCrnberg" title="Nürnberg">Nürnberg</a>) war ein deutscher Gewerkschafter, Sozialdemokrat, <a href="Soziologe" title="Soziologe">Soziologe</a> und <a href="Sozialanthropologie" title="Sozialanthropologie">Sozialanthropologe</a>. Nachdem er bereits vor 1933 im Kontext der <a href="Eugenik" title="Eugenik">Rassenhygiene</a> und <a href="Rassentheorie" title="Rassentheorie">Rassenanthropologie</a> publiziert und argumentiert hatte, machte er im <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> wissenschaftliche Karriere. Im <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> unternahm er rassenbiologische Untersuchungen in <a href="Osteuropa" title="Osteuropa">Osteuropa</a> und wurde 1941 als Professor an die <a href="Karls-Universit%C3%A4t" title="Karls-Universität">Universität Prag</a> berufen, wo er auch im Auftrag der <a href="Reinhard-Heydrich-Stiftung" title="Reinhard-Heydrich-Stiftung">Reinhard-Heydrich-Stiftung</a> Grundlagenforschung für die Rassen- und Volkstumspolitik des <a href="Reichssicherheitshauptamt" title="Reichssicherheitshauptamt">Reichssicherheitshauptamtes</a> betrieb. Nach Kriegsende profilierte sich Müller als Betriebs- und Bildungssoziologe und war ab 1955 Professor für Soziologie und Sozialanthropologie in Nürnberg.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Müller besuchte in Bodenbach und Pogrzybow in der <a href="Provinz_Posen" title="Provinz Posen">Provinz Posen</a>, wo sein Vater als Lehrer tätig war, die Volksschule, dann in <a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a> das Realgymnasium. Nach dem Kriegsabitur meldete er sich als Freiwilliger an die <a href="Westfront_(Erster_Weltkrieg)" title="Westfront (Erster Weltkrieg)">Westfront</a>. Ab 1919 studierte er in <a href="Universit%C3%A4t_Leipzig" title="Universität Leipzig">Leipzig</a> zunächst Germanistik, später dann Staats- und Sozialwissenschaften. 1922 wurde er mit der Arbeit <i>Die Entwicklung der Trierer Gewerbeorganisationen bis zum 13. Jahrhundert</i> zum Doktor der Philosophie <a href="Promotion_(Doktor)" title="Promotion (Doktor)">promoviert</a>. Anschließend arbeitete er als Wanderlehrer in der <a href="Volkshochschule" title="Volkshochschule">Volkshochschularbeit</a> in Thüringen und Sachsen.
</p><p>1927 erschien eine von Müller im Auftrage der Gewerkschaften erarbeitete Publikation mit dem Titel <i>Arbeiterbewegung und Bevölkerungsfrage</i>, die als allgemeinverständliche Einführung in die <a href="Eugenik" title="Eugenik">Rassenhygiene</a> dienen sollte. Eine frühere Publikation zu einer Schulkinderuntersuchung hatte bereits gezeigt, dass er sich an der „nordischen Bewegung“ orientierte, die eine Höherwertigkeit der „nordischen Rasse“ postulierte. 1929 veröffentlichte er außerdem einen Aufsatz zum „nordischen Gedanken in der Arbeiterbewegung“. Er vertrat dabei die Ansicht, die klassenbewusste Arbeiterbewegung stamme von nordischen Freibauern ab und müsste von „Proletariern aus Art“ unterschieden werden. Müller glaubte, man könne eine rassisch hochwertige Arbeiterelite züchten, und wollte die Fortpflanzung der „Lebensuntüchtigen“ unterbinden.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit seiner Radikalität war Müller eine absolute Ausnahme im Gewerkschaftssektor. Während er in der Arbeiterbewegung kaum positive Resonanz fand, zeigten sich <a href="V%C3%B6lkische_Bewegung" title="Völkische Bewegung">völkische</a> Rassenhygieniker wie <a href="Fritz_Lenz" title="Fritz Lenz">Fritz Lenz</a> begeistert.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab 1927 arbeitete Müller als wissenschaftlicher Referent, zunächst für Erwachsenenbildung im damals sozialdemokratisch geführten sächsischen Ministerium für Volksbildung. Zugleich leitete er die halbstaatlichen Wirtschafts- und Betriebsräteschulen der <a href="Freie_Gewerkschaften_(Deutschland)" title="Freie Gewerkschaften (Deutschland)">freien Gewerkschaften</a> in Westsachsen. 1928 wurde er Referent für soziales Bildungswesen und übernahm die Leitung der „Amtlichen Facharbeitsstelle für das sächsische Betriebsräteschulwesen“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nationalsozialismus_(1933–1945)"><span id="Nationalsozialismus_.281933.E2.80.931945.29"></span>Nationalsozialismus (1933–1945)</h3></div>
<p>In einer Festschrift für den Rassenhygieniker <a href="Alfred_Ploetz" title="Alfred Ploetz">Alfred Ploetz</a> hatte Müller bereits 1930 über Rassenhygiene und soziale Bedeutung geschrieben.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Müller wegen seiner <a href="Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands" title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</a>-Zugehörigkeit kurzzeitig aus dem Staatsdienst entlassen, aber in das unter Leitung von <a href="Wilhelm_Hartnacke" title="Wilhelm Hartnacke">Wilhelm Hartnacke</a> stehende Kultusministerium als Referent für Erwachsenenbildung wieder eingestellt. In seinem Hauptwerk <i>Der Aufstieg des Arbeiters durch Rasse und Meisterschaft</i> (1935) nahm Müller die Idee eines „Neuadels aus Blut und Boden“ von <a href="Walther_Darr%C3%A9" title="Walther Darré">Walther Darré</a> auf und entwickelte das Projekt eines neuen Arbeiteradels als Elite, für den staatlich geförderte „Erbhöfe der Arbeit“ in eigenen Stammarbeitersiedlungen entstehen sollten. Damit wollte Müller einer „Auslesegruppe nach Leistungs- und Erbwert“ eine „hegegerechte Umwelt“ zur Aufzucht ihres Nachwuchses schaffen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während seiner Zeit im sächsischen Bildungsministerium berichtete er über Interna an SS-Hauptsturmführer <a href="Martin_Paul_Wolf" title="Martin Paul Wolf">Martin Paul Wolf</a> in der Berliner Zentrale des <a href="Sicherheitsdienst_des_Reichsf%C3%BChrers_SS" title="Sicherheitsdienst des Reichsführers SS">SD</a>.<sup id="cite_ref-W170_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-W170-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1936 <a href="Habilitiert" class="mw-redirect" title="Habilitiert">habilitierte</a> er sich in Leipzig bei <a href="Hans_Freyer" title="Hans Freyer">Hans Freyer</a> und <a href="Otto_Reche" title="Otto Reche">Otto Reche</a> für <a href="Soziologie" title="Soziologie">Soziologie</a> und Bevölkerungswissenschaften. 1938 wurde er Dozent für Soziologie und Bevölkerungswissenschaft an der <a href="Universit%C3%A4t_Leipzig" title="Universität Leipzig">Universität Leipzig</a>, 1939 kommissarisch Professor für Soziologie an der <a href="Technische_Universit%C3%A4t_Dresden" title="Technische Universität Dresden">Technischen Hochschule in Dresden</a>. Müller leitete das Soziologische Seminar im Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der TH.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Dresden hielt er Vorlesungen über „Rasse, Volk und Gesellschaft“ und „Volk und <a href="Raumsoziologie" title="Raumsoziologie">Raum</a>“. 1939/40 führte er Fruchtbarkeitsuntersuchungen im <a href="Warthegau" class="mw-redirect" title="Warthegau">Warthegau</a> durch.
</p><p>Zum 1. Mai 1937 war Müller der <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> beigetreten (Mitgliedsnummer 5.877.252).<sup id="cite_ref-W170_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-W170-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von 1941 bis 1945 wurde Müller an die <a href="Karl-Ferdinands-Universit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Karl-Ferdinands-Universität">Deutsche Universität Prag</a> als Spezialist für die <a href="Rassenlehre" class="mw-redirect" title="Rassenlehre">Rassenlehre</a> des Nationalsozialismus und für die <a href="Historiografie" class="mw-redirect" title="Historiografie">Historiografie</a> der böhmischen Länder berufen. Hier führte er psychologisch-sozialanthropologische Untersuchungen über die tschechische Polizei und an Schulkindern durch sowie rassen- und sozialanthropologische Studien zum „deutschen Erbanteil“ in Tschechien. Eines seiner Forschungsziele war die „Behandlung der <a href="Volkstumspolitik" title="Volkstumspolitik">volkstumspolitischen</a> Verfügungsmasse“ in Osteuropa und die „<a href="Umvolkung" title="Umvolkung">Umvolkung</a>“ von Tschechen. In seinen Schriften <i>Gesetzmäßigkeit bei Wandlungen im sozialanthropologischen Gefüge von rassisch nahestehenden Nachbarvölkern durch Umvolkungsvorgänge (1937)</i> und <i>Die Bedeutung des deutschen Blutes im Tschechentum (1939)</i> trat er dafür ein, das tschechische Volk in das deutsche durch Umvolkung einzuschmelzen. In seiner Eigenschaft als Sonderbeauftragter für Rassefragen in den böhmischen Ländern verfasste er 1940 eine Denkschrift, in der er forderte, den gesamten Raum mit einer „deutsch bestimmten <a href="Elite" title="Elite">Führungsschicht</a>“ zu überschichten, „entdeutschte Leistungssippen“ zurückzugewinnen und das „deutsche Volkstum von … leistungsmäßig minderebenbürtigen <a href="Sippe" title="Sippe">Sippen</a> zu entschlacken“.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Verbund mit seiner universitären Lehr- und Forschungstätigkeit gehörte Müller neben <a href="Hans_Joachim_Beyer" title="Hans Joachim Beyer">Hans Joachim Beyer</a> und <a href="Rudolf_Hippius" title="Rudolf Hippius">Rudolf Hippius</a> zu den führenden Köpfen der <a href="Reinhard-Heydrich-Stiftung" title="Reinhard-Heydrich-Stiftung">Reinhard-Heydrich-Stiftung</a>, die besondere Aufträge durchführten, um den Plänen für eine Germanisierung Böhmens und Mährens eine scheinbare wissenschaftliche Rechtfertigung zu verleihen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Müller leitete an der Universität Prag stellvertretend die <a href="Hochschularbeitsgemeinschaften_f%C3%BCr_Raumforschung" title="Hochschularbeitsgemeinschaften für Raumforschung">Hochschularbeitsgemeinschaft für Raumforschung</a>.
</p><p>Als Zubringer und akademischer Gewährsmann des <a href="Sicherheitsdienst_des_Reichsf%C3%BChrers_SS" title="Sicherheitsdienst des Reichsführers SS">Sicherheitsdienstes</a> folgte er noch im Dezember 1944 einer Einladung des SS-Gruppenführers <a href="Otto_Ohlendorf" title="Otto Ohlendorf">Otto Ohlendorf</a> in die Villa am Großen Wannsee zu einem exklusiven Gedankenaustausch darüber, wie die Soziologie als „Menschenkunde“ der Stabilität des Staates dienstbar gemacht werden könne.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Karl Valentin Müller arbeitete mit führenden <a href="Ostforschung" title="Ostforschung">Ostforschern</a> wie <a href="Eugen_Lemberg" title="Eugen Lemberg">Eugen Lemberg</a> und <a href="Ernst_Lehmann_(Historiker)" title="Ernst Lehmann (Historiker)">Ernst Lehmann</a> zusammen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nach_dem_Krieg_(1946–1963)"><span id="Nach_dem_Krieg_.281946.E2.80.931963.29"></span>Nach dem Krieg (1946–1963)</h3></div>
<p>Nach 1945 konnte Müller seine Karriere als Wissenschaftler bruchlos fortsetzen. Bereits 1946 erhielt er mit Unterstützung des niedersächsischen Kultusministers <a href="Adolf_Grimme" title="Adolf Grimme">Adolf Grimme</a> die Gelegenheit, in <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a> ein „Institut für <a href="Begabung" title="Begabung">Begabtenforschung</a>“ (seit 1949 „Institut für empirische Soziologie“) aufzubauen. Von der <a href="Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Soziologie" title="Deutsche Gesellschaft für Soziologie">Deutschen Gesellschaft für Soziologie</a> wurde er bald nach ihrer Neugründung 1946 wieder als Mitglied aufgenommen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im ersten Band der <i>Zeitschrift für menschliche Vererbungs- und Konstitutionslehre</i> gehörte Müller zu den Autoren, ebenso wie <a href="Friedrich_Curtius_(Mediziner)" title="Friedrich Curtius (Mediziner)">Friedrich Curtius</a>, <a href="Fritz_Lenz" title="Fritz Lenz">Fritz Lenz</a>, <a href="Hans_F._K._G%C3%BCnther" title="Hans F. K. Günther">Hans Günther</a> und <a href="Friedrich_Stumpfl" title="Friedrich Stumpfl">Friedrich Stumpfl</a>.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Darüber hinaus war Müller an der <a href="Akademie_f%C3%BCr_Raumforschung_und_Landesplanung" class="mw-redirect" title="Akademie für Raumforschung und Landesplanung">Akademie für Raumforschung und Landesplanung</a> (ARL) tätig.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er war ab 1953 sowohl „Ordentliches Mitglied“ als auch „Korrespondierendes Mitglied“ der ARL. Müller leitete den Forschungsausschuss „Raum und Gesellschaft“ der ARL (1950–1953).<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Müllers Schrift <i>Der Aufstieg des Arbeiters durch Rasse und Meisterschaft</i> (<a href="Julius_Friedrich_Lehmann" title="Julius Friedrich Lehmann">Lehmann</a>, München 1935) wurde in der <a href="Sowjetische_Besatzungszone" title="Sowjetische Besatzungszone">Sowjetischen Besatzungszone</a> auf die <a href="Liste_der_auszusondernden_Literatur" title="Liste der auszusondernden Literatur">Liste der auszusondernden Literatur</a> gesetzt.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab 1952 nahm er einen Lehrauftrag an der <a href="Otto-Friedrich-Universit%C3%A4t_Bamberg" title="Otto-Friedrich-Universität Bamberg">Philosophisch-Theologischen Hochschule Bamberg</a> wahr.<sup id="cite_ref-Klee421_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-Klee421-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1955 wurde Müller auf den Lehrstuhl für Soziologie und <a href="Sozialanthropologie" title="Sozialanthropologie">Sozialanthropologie</a> an der <a href="Hochschule_f%C3%BCr_Wirtschafts-_und_Sozialwissenschaften_N%C3%BCrnberg" title="Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Nürnberg">Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Nürnberg</a> berufen. Auf der Berufungsliste zur Besetzung des Lehrstuhls stand nur ein Name: <i>Prof. Dr. Karl Valentin Müller.</i> Die Hochschule hatte sich verpflichtet, einen „<a href="131er" class="mw-redirect" title="131er">131er</a>-Professor“, das heißt einen „<a href="Heimatvertriebener_(Bundesvertriebenengesetz)" title="Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)">heimatvertriebenen</a> Hochschullehrer“ nach Artikel 131 Grundgesetz, zu berufen.
</p><p>1954 bis 1959 war Müller Generalsekretär des „<a href="Institut_International_de_Sociologie" class="mw-redirect" title="Institut International de Sociologie">Institut International de Sociologie</a>“ und zugleich Vorstandsmitglied der <a href="Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Bev%C3%B6lkerungswissenschaft" title="Deutsche Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft">Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft</a>.
</p><p>Müller arbeitete vor allem zur Begabungssoziologie und meinte mit einer großangelegten Untersuchung aller Schüler der Lehranstalten Niedersachsens und deren Familien aus den Geburtsjahrgängen 1932 bis 1937 zu zeigen, dass das Begabungsgefälle unter Grundschülern im Allgemeinen der Sozialstruktur der Gesellschaft entsprach. Weitere Untersuchungen führte er zur Soziologie der Arbeiter- und Angestellten sowie der Heimatvertriebenen durch. Er arbeitete außerdem über den Einfluss der sozialistischen Gesellschaftsform auf die dortige Bevölkerung.
</p><p>Müllers <a href="Rassentheorien" class="mw-redirect" title="Rassentheorien">Rassentheorien</a> und seine <a href="V%C3%B6lkische_Bewegung" title="Völkische Bewegung">völkischen</a> Annahmen aus der Ostforschung wurden, so Andreas Wiedemann, von der Zwischenkriegszeit über den <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> bis in die bundesrepublikanische <a href="Anthropologie" title="Anthropologie">Anthropologie</a> übernommen. Dazu gehörten seine Vorstellungen über <a href="Vererbung_(Biologie)" title="Vererbung (Biologie)">Vererbung</a>, der <a href="Nationalsozialistische_Rassenhygiene" title="Nationalsozialistische Rassenhygiene">Rassenhygiene</a> und der Selektion sozialer Gruppen. Noch Ende der fünfziger Jahre, so Gesa Büchert, pflegte Müller Kontakte zu Funktionären der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">NS-Zeit</a>. <a href="Richard_Korherr" title="Richard Korherr">Richard Korherr</a>, Verfasser des <a href="Korherr-Bericht" title="Korherr-Bericht">Korherr-Berichtes</a> zur „<a href="Endl%C3%B6sung_der_Judenfrage" title="Endlösung der Judenfrage">Endlösung der Judenfrage</a>“, ehemals leitender <a href="Wissenschaftlicher_Mitarbeiter" title="Wissenschaftlicher Mitarbeiter">wissenschaftlicher Mitarbeiter</a> und Vertrauter des „<a href="Reichsf%C3%BChrer_SS" title="Reichsführer SS">Reichsführers SS</a>“ <a href="Heinrich_Himmler" title="Heinrich Himmler">Heinrich Himmler</a>, hatte vom Wintersemester 1959/60 bis Sommersemester 1962 einen Lehrauftrag für <a href="Methoden_der_empirischen_Sozialforschung" class="mw-redirect" title="Methoden der empirischen Sozialforschung">Methoden der empirischen Sozialforschung</a> und <a href="Demographie" class="mw-redirect" title="Demographie">Demographie</a> an der Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an Müllers Lehrstuhl inne.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schriften">Schriften</h2></div>
<ul><li><i>Australische Gemeinwirtschaft.</i> Die Gemeinwirtschaft, Hermsdorf (Thüringen) 1926, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/575172525">575172525</a></span>.</li>
<li>mit Martin Springer: <i>Volk, Stand, Rasse. Ein Versuch gemeinverständlicher Darstellung rassenbiologischer Themen [der biologische Nachweis für die Notwendigkeit der Erhaltung des Mittelstandes].</i> Verlag der Gesellschaft zur Pflege mittelständischer Kultur, Dresden 1926, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/576484547">576484547</a></span>.</li>
<li><i>Arbeiterbewegung und Bevölkerungsfrage. Eine gemeinverständliche Darstellung der wichtigsten Fragen der quantitativen und qualitativen Bevölkerungspolitik im Rahmen gewerkschaftlicher Theorie und Praxis</i> (= <i>Gewerkschafts-Archiv-Bücherei</i>; Band 6). Zwing, Jena 1927, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/580783952">580783952</a></span>.</li>
<li><i>Erwerbslosenumschulung und Siedlerschulung.</i> In: <a href="Adolf_Muesmann" title="Adolf Muesmann">Adolf Muesmann</a> (Hrsg.): <i>Die Umstellung im Siedlungswesen.</i> Stuttgart 1932.</li>
<li><i>Der Aufstieg des Arbeiters durch Rasse und Meisterschaft.</i> J.F. Lehmann, München 1935, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/575172517">575172517</a></span>.</li>
<li><i>Arbeiterbewegung und Bevölkerungsfrage: Eine gemeinverständliche Darstellung der wichtigsten Fragen der quantitativen und qualitativen Bevölkerungspolitik im Rahmen gewerkschaftlichen Theorie und Praxis.</i> 2 Teile. Leipzig 1937, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/570931118">570931118</a></span>. Habilitationsschrift Uni Leipzig, Philosophische Fakultät 1937, Band 2 im Buchhandel unter dem Titel: <i>Der Aufstieg des Arbeiters durch Rasse und Meisterschaft.</i></li>
<li><i>Herkunft und Berufssiebung einer großstädtischen Angestellten- und Arbeiterschaft.</i> In: <i>Bevölkerungsbiologie der Großstadt: der Stadt Breslau zur Siebenhundertjahrfeier ihres Wiederaufbaus nach dem Mongolensturm gewidmet.</i> 1941, S. 129–135.</li>
<li><i>Grundsätzliche Ausführungen über das deutsche und tschechische Volkstum in Böhmen und Mähren.</i> In: <i>Raumforschung und Raumordnung. Monatsschrift der <a href="Reichsarbeitsgemeinschaft_f%C3%BCr_Raumforschung" class="mw-redirect" title="Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung">Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung</a>.</i> 5. Jg. (1941) H. 10/12, S. 488–496.</li>
<li>mit <a href="Heinz_Zatschek" title="Heinz Zatschek">Heinz Zatschek</a>: <i>Das biologische Schicksal der Premysliden. Ein Beispiel für die aufartende Wirkung deutscher Erblinien in fremdvölkischen Blutskreisen.</i> In: <i>Archiv für Rassen- und Gesellschadtsbiologie.</i> Band 35, Heft 2, 1941, S. 136–152.</li>
<li><i>Deutsche Lebensströme im Aufstieg des Tschechentums.</i> In: <i>Deutsche Monatshefte : Zeitschrift für Geschichte und Gegenwart des Ostdeutschtums.</i> Nr. 9 (1942/43) 1942, S. 310–328.</li>
<li>und Siegfried Tzschucke: <i>Unehelichkeit und Rassenpflege.</i> In: <i><a href="Archiv_f%C3%BCr_Rassen-_und_Gesellschaftsbiologie_einschlie%C3%9Flich_Rassen-_und_Gesellschaftshygiene" class="mw-redirect" title="Archiv für Rassen- und Gesellschaftsbiologie einschließlich Rassen- und Gesellschaftshygiene">Archiv für Rassen- und Gesellschaftsbiologie einschließlich Rassen- und Gesellschaftshygiene</a>.</i> Nr. 36 (1942/43) 1942, S. 345–357.</li>
<li><i>Zur Rassen- und Volksgeschichte des böhmisch-mährischen Raumes.</i> In: <i>Das Böhmen und Mähren-Buch, Volkskampf und Reichsraum.</i> Volk und Reich, Prag / Amsterdam / Berlin / Wien 1943, S. 127–134.</li>
<li>(mit <a href="Elisabeth_Pfeil" title="Elisabeth Pfeil">Elisabeth Pfeil</a>): <i>Typen des sozialen Verhaltens und ihre Standorte.</i> Ein empirisch-soziologischer Versuch am Material der begabungssoziologischen Schülererhebung in Niedersachsen. Aus dem Institut für empirische Soziologie Hannover. In: ARL (Hrsg.): Raum und Gesellschaft. Referate und Ergebnisse der gemeinsamen Tagung der Forschungsausschüsse „Raum und Gesellschaft“ (Leiter: Prof. Dr. K. V. Müller) und „Großstadtprobleme“ (Leiter: Dr. Elisabeth Pfeil). Bremen: Dorn 1950, S. 45–52.</li>
<li><i>Das soziale Verhalten als Komponente der Sozialsiebung.</i> In: <i>Die Sammlung.</i> Jg. 5, H. 9, September 1950. 1950.</li>
<li><i>Konstitutionstypus und Begabung.</i> In: <i>Zur menschlichen Vererbungs- und Konstitutionslehre 29.</i> 1950.</li>
<li><i>Die Begabung in der sozialen Wirklichkeit. Ergebnisse der begabungs- soziologischen Erhebung in Niedersachsen auf Grund der Auszählung im Reg.-Bez. Hannover, bearbeitet im Institut für Empirische Soziologie in Hannover.</i> Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1951.</li>
<li><i>Heimatvertriebene Jugend. Eine soziologische Studie zum Problem der Sozialtüchtigkeit des Nachwuchses der heimatvertriebenen Bevölkerung.</i> Holzner, Kitzingen-Main 1953.</li>
<li><i>Umvolkung und Sozialschichtung in der Slowakei. Ergebnisbericht über soziologisch-sozialanthropologische Studien im slowak. Staatsgebiet, 1944.</i> In: <i>Zeitschrift für Ostforschung : Länder u. Völker im östl. Mitteleuropa.</i> 2, Nr. 3 1953, S. 400–424.</li>
<li><i>Natürliche und Selbstauslese bei neuzeitlichen Zwangs- und Notwanderungen.</i> In: <i>Ostdeutsche Wissenschaft.</i> 1 (1954) 1954, S. 147–182.</li>
<li><i>Begabung und soziale Schichtung in der hochindustrialisierten Gesellschaft.</i> Westdeutscher Verl, Köln, Opladen 1956.</li>
<li><i>Sozialwissenschaft und soziale Arbeit.</i> Duncker & Humblot, Berlin 1956.</li>
<li><i>Die Angestellten in der hochindustrialisierten Gesellschaft.</i> Westdeutscher Verlag, Köln, Opladen 1957.</li>
<li><i>Zur Wandlung der sozialen Prestigeordnung unter sozialistischem Einfluss.</i> In: <i>Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft</i> 115 (1959), S. 292–299.</li>
<li><i>Eheliche Fruchtbarkeit und Berufsarbeit der Ehefrau bei deutschen Angestellten.</i> In: <a href="Hans_Freyer" title="Hans Freyer">Hans Freyer</a>, <a href="Helmut_Klages" title="Helmut Klages">Helmut Klages</a> und Hans Georg Rasch (Hg.): Actes du XVIIIe Congrès International de Sociologie, Bd. 4. Nuremberg, 10–17 septembre 1958. Institut International de Sociologie. 4 Bände. Meisenheim am Glan: Anton Hain 1961, S. 281–283.</li>
<li><i>Das Konnubium als Maßstab für die Bestimmung sozialer Schichten.</i> In: <a href="Hans_Freyer" title="Hans Freyer">Hans Freyer</a>, <a href="Helmut_Klages" title="Helmut Klages">Helmut Klages</a> und Hans Georg Rasch (Hg.): Actes du XVIIIe Congrès International de Sociologie, Bd. 4. Nuremberg, 10–17 septembre 1958. Institut International de Sociologie. 4 Bände. Meisenheim am Glan: Anton Hain 1961, S. 331–333.</li>
<li><i>Die Manager in der Sowjetzone.</i> Westdeutscher Verlag, Köln, Opladen 1962.</li>
<li><i>Soziologie der Angestelltenbewegung.</i> <i>Aus der Arbeit des Instituts für empirische Soziologie.</i> In: <i>Soziale Welt. Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis.</i> 12, Nr. 3 1962, S. 260–267.</li>
<li>Karl Valentin Müller: <i>Zur Frage der Unternutzung ostdeutscher Begabungen.</i> <i>Aus dem Institut für Empirische Soziologie.</i> In: <i>Recht im Dienste der Menschenwürde : Festschrift für Herbert Kraus.</i> 1964, S. 533–543.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Gesa Büchert, Harald Fuchs, Peter Löw (Hrsg.): <i>Kleine Geschichte einer großen Fakultät. 75 Jahre Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Nürnberg.</i> Edelmann, Nürnberg 1994, ISBN 3-87191-201-8.</li>
<li>Ursula Ferdinand: <i>Historische Argumentationen in den deutschen Debatten zu Geburtenrückgang und differentieller Fruchtbarkeit: Fallbeispiel Karl Valentin Müller (1896–1963).</i> In: <i>Historical Social Research.</i> 31, 2006, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220172-6404%22&key=cql">0172-6404</a></span></span>, S. 208–235 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://web.archive.org/web/20130929032825/http://hsr-trans.zhsf.uni-koeln.de/hsrretro/docs/artikel/hsr/hsr2006_966.pdf">Volltext (PDF; 621 kB)</a>).</li>
<li>Ursula Ferdinand: <i>Der Geburtenrückgang als Herausforderung an die Bevölkerungswissenschaft in Deutschland</i>. In: Rainer Mackensen, Jürgen Reulecke, Josef Ehmer (Hrsg.): Ursprünge, Arten und Folgen des Konstrukts "Bevölkerung" vor, im und nach dem "Dritten Reich". Zur Geschichte der deutschen Bevölkerungswissenschaft. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, S. 229–287.</li>
<li>Hansjörg Gutberger: <i>Sozialwissenschaftliche Bevölkerungsforschung in Leipziger Tradition</i>. In: Ders.: Bevölkerung, Ungleichheit, Auslese. Perspektiven sozialwissenschaftlicher Bevölkerungsforschung in Deutschland zwischen 1930 und 1960. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 75–104, ISBN 3-531-14925-3.</li>
<li><a href="Dirk_Kaesler" title="Dirk Kaesler">Dirk Kaesler</a>: <cite style="font-style:italic">Müller, Karl Valentin</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>18</span>. Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-00199-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>445–447</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd117608076.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Karl+Valentin+M%C3%BCller&rft.atitle=M%C3%BCller%2C+Karl+Valentin&rft.au=Dirk+Kaesler&rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&rft.date=1997&rft.genre=book&rft.isbn=3428001990&rft.pages=445-447&rft.place=Berlin&rft.pub=Duncker+%26+Humblot&rft.volume=18" style="display:none"> </span></li>
<li><a href="Carsten_Klingemann" title="Carsten Klingemann">Carsten Klingemann</a>: <i>Ostforschung und Soziologie während des Nationalsozialismus</i>. In: Ders.: Soziologie und Politik. Sozialwissenschaftliches Expertenwissen im Dritten Reich und in der frühen westdeutschen Nachkriegszeit. VS, Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, hier bes. S. 92–108, ISBN 978-3-531-15064-2.</li>
<li>Eduard Kubu: <i>„Die Bedeutung des deutschen Blutes im Tschechentum“. Der „wissenschaftspädagogische“ Beitrag des Soziologen Karl Valentin Müller zur Lösung des Problems der Germanisierung Mitteleuropas.</i> In: <i>Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder.</i> 45, 2004, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220523-8587%22&key=cql">0523-8587</a></span></span>, S. 93–114.</li>
<li><a href="Michael_Schwartz" title="Michael Schwartz">Michael Schwartz</a>: <i>Sozialistische <a href="Eugenik" title="Eugenik">Eugenik</a>. Eugenische Sozialtechnologien in Debatten und Politik der deutschen Sozialdemokratie 1890–1933</i>. Dietz, Bonn 1995, ISBN 3-8012-4066-5 (<i>Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte</i> 42).</li>
<li>Andreas Wiedemann: <i>Karl Valentin Müller - ein Rassenhygieniker im Dienste der Volkstumspolitik</i>. In: Stefan Albrecht, Jirí Malír, Ralph Melville (Hrsg.): <i>Die „sudetendeutsche Geschichtsschreibung“ 1918–1960</i>. Oldenbourg, München 2008, (= <i>Veröffentlichungen des Collegium Carolinum</i>, Band 114), ISBN 978-3-486-58374-8, S. 167–182.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=117608076">Literatur von und über Karl Valentin Müller</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=613">Die „sudetendeutsche Geschichtsschreibung“ 1918–1960</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bohemistik.de/index.html">Zentrum für Vertriebenenforschung. Was ist Bohemistik?</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans Christian Harten, Uwe Neirich und Matthias Schwerendt, <i>Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reichs. Bio-bibliographisches Handbuch</i> Berlin 2006, S. 246.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Michael_Schwartz" title="Michael Schwartz">Michael Schwartz</a>: <i>Sozialistische <a href="Eugenik" title="Eugenik">Eugenik</a>. Eugenische Sozialtechnologien in Debatten und Politik der deutschen Sozialdemokratie 1890–1933</i>. Dietz, Bonn 1995, ISBN 3-8012-4066-5 (<i>Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte</i> 42), S. 113.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ernst_Klee" title="Ernst Klee">Ernst Klee</a>: <i>Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.</i> S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 163.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans Christian Harten, Uwe Neirich und Matthias Schwerendt, <i>Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reichs. Bio-bibliographisches Handbuch</i> Berlin 2006. S. 245–247, zit. S. 245.</span>
</li>
<li id="cite_note-W170-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-W170_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-W170_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Andreas Wiedemann: <i>Karl Valentin Müller - ein Rassenhygieniker im Dienste der Volkstumspolitik</i>. In: Stefan Albrecht, Jirí Malír, Ralph Melville (Hrsg.): <i>Die „sudetendeutsche Geschichtsschreibung“ 1918–1960</i>. Oldenbourg, München 2008, (= <i>Veröffentlichungen des Collegium Carolinum</i>, Band 114), ISBN 978-3-486-58374-8, S. 167–182, hier S. 170.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): <i>50 Jahre ARL in Fakten</i>. Hannover: ARL 1996, S. 214.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.collegium-carolinum.de/permalink/biogr/HKS-Gruendungsmitglieder-Biogramme.pdf">Biogramme der Mitglieder der Historischen Kommission der Sudetenländer im Gründungsjahr 1954</a> (PDF, abgerufen am 23. Januar 2021)</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Handbuch der völkischen Wissenschaften.</i> München: K. G. Saur, 2008, hier: <a href="Reinhard-Heydrich-Stiftung" title="Reinhard-Heydrich-Stiftung">Reinhard-Heydrich-Stiftung</a>, S. 587.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Andreas Wiedemann: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://hait.tu-dresden.de/dok/bst/Heft_28_Wiedemann.pdf"><i>Die Reinhard-Heydrich-Stiftung in Prag (1942–1945)</i></a> (PDF; 943 kB). <a href="Hannah-Arendt-Institut" class="mw-redirect" title="Hannah-Arendt-Institut">Hannah-Arendt-Institut</a> für Totalitarismusforschung, Dresden 2000, S. 54 u. S. 63–66.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Schreiber, Carsten: <i>Elite im Verborgenen</i>. München: R. Oldenbourg 2008, hier S. 183</span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Henning Borggräfe, Sonja Schnitzler: <i>Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie und der Nationalsozialismus. Verbandsinterne Transformationen nach 1933 und nach 1945.</i> In: Michaela Christ, Maja Suderland (Hrsg.): <i>Soziologie und Nationalsozialismus: Positionen, Debatten, Perspektiven.</i> Suhrkamp, Berlin 2014, S. 445–479, hier: S. 462.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ernst_Klee" title="Ernst Klee">Ernst Klee</a>: <i>Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.</i> S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 259.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Neue Deutsche Biographie. Berlin 1997, Bd. 18. S. 445–447: Müller, Karl Valentin</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): <i>50 Jahre ARL in Fakten</i>. Hannover: ARL 1996, S. 214.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-m.html"><i>Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone, Liste der auszusondernden Literatur.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 30. Januar 2015</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKarl+Valentin+M%C3%BCller&rft.title=Deutsche+Verwaltung+f%C3%BCr+Volksbildung+in+der+sowjetischen+Besatzungszone%2C+Liste+der+auszusondernden+Literatur&rft.description=Deutsche+Verwaltung+f%C3%BCr+Volksbildung+in+der+sowjetischen+Besatzungszone%2C+Liste+der+auszusondernden+Literatur&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.polunbi.de%2Fbibliothek%2F1946-nslit-m.html"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-Klee421-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Klee421_16-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Ernst Klee: <i>Das Personenlexikon zum Dritten Reich</i>, Frankfurt am Main 2007, S. 421. Abweichende Darstellung: "1948-55 Leiter des Instituts für empirische Soziologie, Hannover-Bamberg" (Akademie für Raumforschung und Landesplanung: 50 Jahre ARL in Fakten. Hannover:ARL 1996, S. 214.)</span>
</li>
</ol>
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Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/117608076">117608076</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/52471613/">52471613</a></span> | </div>
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Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-07-19" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Karl_Valentin_M%C3%BCller&oldid=258060748">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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